Mittwoch, 23. September 2015

Kiruna

Auf dem Weg zu dieser größten Stadt des Nordens wurden die Straßen neu gemacht - in Ermangelung von alternativen Strecken fährt man einem "Follow me"-Wagen *über* die Baustelle, vorbei an heissem Teer und, schlimmer, riesigen Heisser-Teer-Lastwagen und Schotter und Dreck hinterher. 
Abenteuerlich!
Der Ort ist etwas älter als 100 Jahre und wird bald umgesiedelt, dazu etwas im nächsten Post. Hier ein Eindruck aus dem hohen Norden Schwedens:
Die Architektur dieser Kirche orientiert sich an den Zelten der Samen, eine  Würdigung der ursprünglichen Bevölkerung.

Jokkmokk

Wälder, die Straße, blauer Himmel - und eine Markierung quer über den Weg?
Wir sind am Polarkreis!
Auf den Schildern erfährt man allerlei wissenswertes, unter anderem, dass die Markierung meist nicht stimmt ...
der Polarkreis beschreibt die Positionen, an denen genau zur Sommersonnenwende die Sonne nicht untergeht, das verschiebt sich aus mehreren Gründen im
Laufe von 20.000 Jahren in einem Bereich von 180 km.
Ich las, dass er bei der nördlichen Breite 66°33'55" sei - ob *das* allerdings von diesen Schwankungen unabhängig sein kann vermag ich kaum zu glauben.
Interessanterweise waren wir bei dieser Position deutlich (mehrere Kilometer) nördlich von der Markierung.
Rätsel über Rätsel ...

Arvidsjaur

Unser erstes Ziel im (historischen) Lappland. Inzwischen sehr schwedisch, allerdings leben hier auch viele Samen - wie die Bewohner Lapplands ja korrekt bezeichnet werden.
Es gibt noch ein samisches Kirchdorf - 
früher mussten alle Bewohner Schwedens, die zehn Kilometer von einer Kirche entfernt wohnten, wöchentlich in die Kirche, wer bis zu 20 Kilometer entfernt wohnte musste alle 14 Tage gehen. Wegen der weiten Reise baute man sich um die Kirche Unterkünfte.

Richtung Lappland

Das Bild gibt wieder, was wir den größten Teil des Tages gesehen haben, man kann sich dann zwischendurch noch jeweils einen malerischen, flachen Badesee vorstellen.
Die gelegentlichen Orte tragen zwar sehr schöne, klangvolle Namen (Dorotea, Vilhelmina), sind aber wirklich recht klein.
Wir machen jetzt alle halbe Stunde ein Bild, egal, was zu sehen ist, hauptsächlich wegen der Koordinaten - dann kann man für einen Tag sehr genau die Reiseroute verfolgen:

Östersund

Eine Universitätsstadt, offensichtlich auf den Winter eingestellt. Das sieht man wieder an den schönen, originell beleuchteten Spazierwegen entlang des scheinbar unvermeidlichen Badesees.
Das Bewegungs-Angebot wird auch von vielen, vielen Breitensportlern genutzt.

Orsa

Ein großer Tierpark, der Gelegenheit bietet, mit geoßer Sicherheit einige einheimische Tiere zu sehen - sei es freiwillig ...
... oder mit Lockmitteln (also Futter).
Mit am besten haben mir die Raben gefallen, die am Himmel paarweise ihre Runden drehten.


Dienstag, 22. September 2015

Nusnäs

Ein winziger Ort - aber hier wird das Dalarna-Pferdchen hergestellt, also geschnitzt und bemalt. Es ist zu einem Symbol für Schweden geworden, und aus Nusnäs kommt man (und auch wir) kaum ohne ein Souvenir heraus.





Mora

Ziel das Wasa-Laufes, der zwar ursprünglich aus dem Winter stammt und auf Langlaufskiern absolviert wird, aber heutzutage gibt es auch die Sommervariante, die sich in ihren verschiedenen Ausprägungen über eine Woche hinzieht.
Wiederum ein netter Ort an einem schlnen Badesee.

Uddevalla

Ein Ort am Meer, mit einem fantastischem, nachts beleuchtetem Fußweg, der mit großem Aufwand am Wasser entlangführt und mehrere tolle Badestellen hat.
Sehr gutes Wetter tut natürlich auch gut.



Varberg

Ein sehr hübsch wirkender Pier mit einem Meerwasserbad - aber leider nicht nur geschlossen, sondern auch überraschend klein (sah man aber auch auf den Bildern im Reiseführer nicht so richtig).
Totzdem eine schöne kleine Stadt.

Ullared

Das erste, was man sieht ist ein gigantischer Parkplatz, auch von zahlreichen Wohnmobilen belegt: Ullared ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel in Schweden, da dort ein gigantischer Discounter steht, um den sich noch weitere Outlets angesiedelt haben. Hier bekommt man alles, und so decken sich wohl viele hier mit Vorräten für den Urlaub ein.

Helsingborg

Auf der Überfahrt schon die ersten Elche! Und ein interessantes Duty-Free-Konzept: Die ersten zehn Minuten ist Alkohol günstig, in den zweiten zehn Minuten (dann in schwedischen Gewässern) der Tabak.
Wir haben dann beim Herunterfahren von der Fähre einen schwedischen Sender im Radio eingestellt, und wir hörten - Abba!

Sonntag, 6. September 2015

Helsingør

Wir verlassen Dänemark in dieser Stadt, um uns Schweden anzusehen - die Fähre konnten wir ganz spontan nehmen und sie ist auch nicht teurer als die Brücke.
Auf geht es nach Helsingborg, doch wir werden uns auch noch Südseeland und die Inseln anschauen.

Roskilde

Wikingerschiffe, alt und neu - und zufällig noch ein Tanztheaterspektakel auf dem Wasser.




Mårhöj

... noch ein Grabhügel? Ja, aber diesmal mit einer Besonderheit:
man kann hinein!
Das ist allerdings etwas gruselig, zudem dort kleine Kerzen brannten und weit und breit kein anderer Besucher zu sehen war.
Wer prähistorische Begräbnisstätten mag, für den ist das echt ein Tipp!


Flensburg. Flensburg?

Kurzer Zwischenstopp bei einer "Fiat-Professionell" - Werkstatt. Schaden aufgenommen, Ersatzteile bestellt - werden dann bei unserem nächsten "Zwischenstopp" eingebaut.
Flensburg ist aber ebenfalls eine ganz schöne Stadt, wenn wir auch nur knapp 18 Stunden da waren.

Billund

... bedeutet natürlich: Legoland. Ein überraschend netter Park, zumal eine freundliche Besucherin uns einen "zwei für eins" Gutschein, den sie übrig hatte, schenkte.
Eigentlich für eher kleineres Publikum gedacht erwies sich eine Attraktion auch für uns als der Hammer: In einer Halle stehen Industrieroboter, die statt Werkzeugen mit zwei Sitzen zum Anschnallen versehen sind. Bevor man startet, programmiert man die Roboter, wählt also die Bewegungen aus, die der Roboter mit einem machen wird - das war wirklich super und beeinhaltete bis zu "über Kopf im Kreis" alles Vorstellbare.
Super!

Jelling

Die Runensteine von Jelling. Hier war der Königssitz von Gorm dem Alten, Vater von Harald Blauzahn, hier wird das Land erstmals "Dänemark" genannt. Da zudem Harald die Wikinger christianisierte nennt man den größeren den Taufstein von Dänemark.

Yding Skovhöj

... die höchste Erhebung von Dänemark - oder? Es gibt zahlreiche Diskussionen darum - gilt die gemessene Höhe? Obwohl es ein Grabhügel, also von Memschen gemacht, ist? Oder zählt nur "natürliche" Höhe? (und was ist schon natürlich, bei Landhebungen nach jahrtausendealter Eislast).
Für uns die höchste Erhebung.

Fyrkat

Wikinger! Eine Wikingerburg, die aus unbekanntem Grund verlassen wurde, bestehend aus 16 Langhäusern wie das rekonstruierte oben, angelegt in einem Wall.
Diverse Aktivitäten in dem kleinen Freilichtmuseum, dort konnte man auch Wikingerbrot "backen" - in ungefähr 3 Minuten wurde aus dem Teigballen ein gerösteter Teigfladen.
Im Wall sind die Positionen der Langhäuser durch weiße Steine angedeutet.


Lindholm Høje

Von einer Sandschicht überzogen und erst 1952 wieder ausgegraben - Dänemarks größtes Gräberfeld aus der Eisenzeit und von den Wikingern. Deutlich sind die schiffsförmigen, aber auch die anders geformten Gräber zu sehen.

Grenen

Ganz im Norden von Dänemark stoßen Nordsee und Ostsee zusammen. Es ist an einigen Tagen vermutlich besser zu sehen, aber man hatte dennoch den Eindruck, dass sich die Wellen verheddern.

Rubjerg Knude

Eine gewaltihe Sanddüne begräbt Ortschaften, Sträucher und Bäume, sogar einen Leuchtturm (gut, der wird immer wieder freigeschaufelt, hat aber dennoch seine Funktion verloren.
Klingt unglaublich, und geht natürlich sehr sehr langsam - aber offensichtlich unaufhaltsam.


Klitmøller

... auch als "Cold Hawaii" bezeichnet. Wohl *der* Surfer-Ort in Dänemark.
Wirkt zwar ganz nett, unser Souvenir vom Ort ist aber alles andere als schön.