Dienstag, 20. Oktober 2015

Fazit Nordirland

Nordirland war schön, wirkte aber angespannt (Nationalfarben auf der Rückseite von Verkehrsschildern? Noch nirgendwo gesehen!)
England finde ich noch immer in England am schönsten.

Old Castle Ward

Auf dem Gelände von Castle Ward befinden sich mehrere Gebäude und Wege, die ebenfalls als Kulissen genutzt uirden und nun fleissig von Fans der Serie besucht werden.
Manchmal werden die Schauplätze aber so weit verändert, dass man sich fragt, warum sich das denn überhaupt lohnt.
Das war irgendwie enttäuschend - in Bezug auf Vergleiche mit den Fernsehbildern - wenn auch vorhersehbar.
Recht stimmungsvoll ist das Gelände dennoch.

Castle Ward

Unglaublich oroginelles Haus mit zwei Vorderseiten, die nicht zusammenpassen, und keiner Rückseite; vorne klassizistisch und
das andere vorne neogotisch.
Das Ehepaar hatte unterschiedliche Ansichten, das geht im
Haus genauso weiter - bis hin zu doppelten Türen, die auf einer Seite einen Spitzbogen haben.
Dazu noch eine gewisse Exzentrik bei der Gestaltung der Decken.
Apropos Decken: den schönen Satz, dass man Kinder sehen, aber nicht hören soll, wurde man dadurch gerecht, dass die Kinder von den Kindermädchen in der Nursery im obersten Stock versorgt wurden - sie konnten manchmal ihre Eltern morgens durch dieses Glasfenster in der Decke sehen.
Diese Tour durch ein altes Haus war mal wieder so richtig gut!

Mount Stewart House

Sehr stylish. Die Enkelin von Edith, die den Garten gestaltete, lebt noch hier, aber nur im Sommer.



Mount Stewart Garden

Angeblich eine der zehn schönsten Gartenanlagen der Welt - sicherlich Geschmackssache, aber sie ist originell, vielseitig und hat uns gut gefallen.
Lady Edith konnte sich hier so richtig austoben, und hat neben den formalen, gestalteten Gärten auch englischen Landschaftsgarten verwirklichen lassen.
Der Walled Garden, traditionell zur Produktion genutzt, kam erst kürzlich in den Besitz des National Trust und muss noch wiederhergestellt werden, der dort befindliche älteste Weinstock Irlands hat aber in einem Gewächshaus überlebt.
Vielleicht schauen wir mal in ein paar Jahren wieder vorbei!

Conservation Tour

Ein Blick hinter die Kulissen - immer interessant.
Wir hatten die Möglichkeit, die Lager und Arbeitsplätze der Konservatoren von Mount Stewart zu sehen.
Dazu sind einige der 22 Schlafzimmer entsprechend umgebaut worden.
Hier lagern zum Beispiel all die Stoffe und Kleidungsstücke, eingepackt in Tyvok, wobei die Reinigung so erfolgt, dass auch das entfernte Material katalogisiert wird.
... und hier werden die Stühle neu vergoldet, auf denen die Teilnehmer des Wiener Kongresses saßen, die nach dem Sieg über Napoleon die Grenzen Europas neu festlegten.

Montag, 19. Oktober 2015

Silent Valley

Das Tal enthielt keine Tiere, keinen Torf, wenig Pflanzen, wohl keine Bodenschätze - und damit auch keine Menschen, daher war es still.
Und damit auch ideal zur Anlage eines Wasserreservoirs für die zu Beginn des letzten Jahrhunderts boomende Stadt Belfast, welches dann im Laufe von mehreren Jahrzehnten realisiert wurde.
Besonders beeindruckend: die 22 Meilen lange Mauer, die das Gebiet zum Beispiel vor Schafen schützt.
Inzwischen gibt es eine Reihe von Wanderwegen und ein gut gemachtes Informationszentrum. Lohnenswert, um in den Mourne Mountains spazieren zu gehen.

Bloody Bridge

Faszinierende Landschaft, ähnlich entstanden wie der Giant's Causeway, aber liegend.
Dazu eine schlimme Geschichte aus dem Jahr 1641, die zu der noch heutigen Bezeichnung führte; über Geiseln, die nicht mehr eingetauscht werden konnten und getötet wurden, so dass sich das Wasser rot färbte.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Old Crown Inn Belfast

Ein legendär eingerichteter Pub mit kleinen Abteilen zum ungestörten Essen, sehr viktorianisch und zugleich ein bisschen Steampunk: Die Fußablage an der Bar ist beheizt!
Dort gönnten wir uns dann auch mal Irish Stew und (vegetarischen) Pie.
Sehr sehenswert! Und überraschebderweise in den Händen des National Trust, wovon wir aber diesmal keine Vorteile hatten.

Carrickfergus Castle

Das besterhaltene Anglo-Normannische Schloss in Irland, mit gut gemachten kurzen Informatiosfilmen über die wechselvolle Geschichte.
Gleichzeitig auch zahlreiche (indoor-) Aktivitäten für Kinder ubd Erwachsene, die wir wegen des guten Wetters aber nicht nutzen mussten.

Titanic Studios

Tja, hier sind wir ein wenig herumgeschlichen, da wir Wissen, was in den Hallen ist:
Kulissen für eine Fantasy-Serie, darunter der namensgebende Eiserne Thron.
Immerhin konnten wir draussen einige Sachen herumliegen sehen, die auch zu den Requisiten gehören, aber natürlich in echt, nicht richtig ausgeleuchtet etc. wenig beeindruckend sind.
Leider keine Touren...

Titanic Belfast

In der großen Ausstellungshalle im Hafen von Belfast ist eine große Titanic-Ausstellung, die sich vor Allem mit der Planung und dem Bau beschäftigt.
Überraschend interessant aufbereitet und recht gut gemacht.
Dazu eine gelungene Umsetzung und Aufarbeitung des Unglücks.
Durchaus einen Besuch wert, zumal man sich im Gebäude am tatsächlichen Herstellungsort des Schiffes befindet, und den Blick auf den Ort des Stapellaufes hat.



Crom Castle

Nach irre langer Fahrt über privates Parkgelände kommt man zu einer Anlage am See mit Blick auf eine alte Schlossruine - und den Hinweisen, die Privatsphäre der Besitzer in dem rieisigen Herrenhaus in Sicht- aber sicher nicht Rufweite zu achten.
In der Sonne, auf einer netten Parkbank in der Ruine, mit Blick auf den See, konnte man sich sogar ein wenig Sonnen

Florence Castle

Ein sehr, sehr schöner Landschaftspark an einem herrlichen Herbsttag - da macht es auch nichts, dass wir von dem Herrenhaus nur die  schön restaurierte Fassade sehen konnten.
.. Und im Walled Garden blühten auch noch einige Rosen!
Ah - und nicht zu vergessen: Hier steht der "Mutterbaum" der sogenannten Irischen Eibe: Taxis bacata var. Fastigiata, die sich (im jungen Stadium) durch einen eher säulenförmigen Wuchs auszeichnet.
Die Eigenschaft geht nicht auf die Nachkommen über, daher sind alle "Irish Yew Trees" letztendlich Ableger dieses Baums!

Freitag, 16. Oktober 2015

Marble Arch Caves

Die interessanteste, bequemste und umfassendste Höhle, die ich bisher besucht habe - es beginnt mit einer Bootstour (die lustigerweise die höchste Regelmäßige Fährverbindung Irlands ist - obwohl man unter der Erde ist).
Der Fremdenführer (wir waren früh und die einzigen Besucher!) führt dann an allen üblicherweise vorhandenen Gegebenheiten vorbei, mit zum Teil spektakulären Besonderheiten wie dem "Moses-Walk", einem Gehweg durch einen unterirdischen See, da die Decke zu niedrig ist für eine Brücke.
Dort sieht man dann im ansolut dunklem, ruhigen Wasser die Spiegelung der Decke, als ob man nach unen schaut - es sieht fabelhaft aus.


Ogham Stone

Gut, an dem Jungbullen mussten wir schon vorbei. Zum Glück hatte der mehr Angst vor uns als wir vor ihm.
Aprospos Angst: Nur aus abergläubischen Befürchtungen stehen viele der Steine noch, die vor weit über tausend Jahren errichtet wurden - die Farmer fürchten Unglück, wenn diesen Steinen etwas geschieht.
An einer Kante sind Kerben, die mal waagerecht, mal diagonal auf einer Seite der Kante bleiben, zur anderen Seite gehen oder nur auf der anderen Seite sind: 
Das ist faszinierenderweise eine Schrift, welche Ogham heisst und in der nur Namen geschrieben sind, vielleicht von Gebietsgrenzen oder Gräbern.

Beaghmore Stone Circles

Wiederum andere Steinkreise, zum Teil mit als Linien angeordneten Steinen, die eventuell auf bestimmte planetare Gegebenheiten hinweisen - oder in Verbindung mit den Kreisen Kometen darstellen? 
Dazwischen immer wieder Begräbnishügel.
In einem Kreis sind über 800 kleine, spitze Steine - auch das hatten wir bisher nicht.
Diese Stätte wurde glücklicherweise erst 1945 wiedergefunden, und zwar beim Torfstechen. Keine Frage, dass unter dem umliegenden Moor noch mehr zu finden wäre.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

The Dark Hedges / The King's Road

Sieht sehr gut aus, ich musste hier auch nur zwei weitere Besucher digital entfernen (und mit den Filtern spielen). Als wir wieder gingen, standen vier Autos am Straßenrand und eine Besuchergruppe strömte aus einem Bus die Straße herunter.
Bekannt ist sie als "Der Königsweg" aus einer Fantasy-Fernsehserie, was ein Grafitti auf der Info-Tafel verrät.

Carrick-A-Rede

Eine winzige Insel, darauf ein Haus, ein Schiff - und als Zugang eine Hängebrücke, 20 Meter über dem Atlantik: Der National Trust hat daraus eine hübsche kleine Mutprobe gemacht!

Old Bushmills

Die älteste Whiskey-(mit "e")Distillery der Welt, lizensiert in 1608, mit einem anderen Verfahren als das derSchotten, nämlich ohne den Rauch.
Also haben wir uns noch eine Toir angeschaut - die auch deutlich besser und gar nicht schottisch bei der Verkostung war. Aber es bleibt dabei - der Geschmack kommt aus dem Fass, also warum nicht gleich Sherry oder Bourbon?