Hier ist die nördlichste Stelle Spaniens, mit wildem, schäumendem Atlantik.
Donnerstag, 12. November 2015
Castro de Coaña
Ein (rutschiger) Pfad in die Eisenzeit: Eines von vielen "Castros" der Gegend, Resten früher Siedlungen der Bronze- und Eisenzeit, die dann zum Teil auch noch später von den Römern genutzt wurden - mit leichten Verbesserungen, wie Saunen :-)
Für uns Laien ist das nicht so offensichtlich. Auch für uns eindeutig ist aber, wie haltbar Trockenmauern (trotz Bewuchs) sein können, dass wir heute noch so viele Reste dieser Bauwerke sehen können:
Cuevona de Cuevas
Keine Angaben zur Breite oder (Durchfahrt-) Höhe, aber die Aufforderung, aus Sicherheitsgründen Fernlicht anzumachen - und für diese Höhle sind wir extra einige Kilometer von der bequemen Autostrada abgefahren? Ja! Denn diese Höhle hat es in sich:
Altamira
Eine Höhle in Asturien, die für viele tausend Jahre verschüttet war und 1876 wiederentdeckt wurde. Im Inneren sind diverse Spuren der Nutzung durch Mensch und Tier gefunden worden, am beeindruckendsten sicherlich die Höhlenmalereien, von denen die ältesten unglaubliche 33.000 Jahre alt sind.
Da diese Malereien empfindlich sind, kann man eine dreidimensionale originalgroße Reproduktion (NeoCave) besichtigen (leider, ubd unverständlicherweise, keine Fotos), eingebettet in eine umfassende Ausstellung rund um die Geschichte.
Dienstag, 10. November 2015
Santillana del Mar
Ein zugegebenermaßen sehr schöner Ort, mittelalterlich und bis heute unzerstört. Allerdings, wie vergleichbare schöne mittelalterliche Städte in der Toskana zum Beispiel, extrem touristisch orientiert - mit wenigen, lokalen Spezialitäten, die einem aus fast jedem Gebäude heraus verkauft werden, die nicht ein Restaurat oder Hotel sind.
Zum Glück sind wir ja in der Nebensaison unterwegs und teilen uns das Dörfchen, welches auch die Station eines möglichen Jakobsweges ist, mit nur wenigen anderen Touristen und zwei Pilgern.
Bilbao / Bilbo
Der Architekt Frank Gehry hat das Guggenheim Bilbao gestalten dürfen. Leider sind die von ihm verwendeten, innovativen Materialien und Verarbeitungsweisen, wie Titanplatten und computergeschnittene Steine, offenbar ungeeignet für ein Gebäude und zeigen schon jetzt hässliche Beulen, Verfärbungen und Lücken.
Die Ausstellung der enorm großen Eisenskulpturen von Richard Serra sind aber absolut sehenswert - Leider darf man keine Fotos machen.
Eine weitere Ausstellungsserie (es gibt, glaube ich, 20 Galerien) beschäftigte sich mit zeitgenössischer afrikanischer Kunst und war ebenfalls sehr anregend.
Den Abend verbrachten wir dann noch im Stadtzentrum, bevor wir in einer Vorstadt (Megapark Baracaldo) übernachteten, um morgens ein spanisch-schwedisches Frühstück nehmen zu können :-)
Guernica / A Gernika
Jahrhundertelang Treffpunkt der Stammesoberen der Basken unter einer alten Eiche. Reste des Baumes aus dem 18. Jahrhundert sind noch erhalten, jetzt steht ein junger Baum für die Kontinuität.
Das ist nicht selbstverständlich - die baskischen Unabhängigkeitsbestrebungen waren auch schon dem Diktator Franko ein Dorn im Auge. Mit Hitlers Hilfe durch eine Bomberstaffel zerstörte er die Stadt - mit großen, beabsichtigten Verlusten unter der Zivilbevölkerung.
Anlass für das politisch wirksame Werk "Guernica" von Picasso, welches wir hoffentlich noch in Madrid sehen.
Jetzt ein wunderbar friedlicher Ort, Sitz der Kommunalverwaltung - in einem Park mit Werken der Bildhauer Henry Moore und - Eduardo Chillada!
Gefälliger ist aber die Glasdecke von 1985 im Verwaltungsgebäude mit einer symbolischen Geschichte der Basken - ohne die Zerstörung Von A Gernika.
San Sebastián / Donastia
Nicht ein, sondern zwei derartige Strände hat unser erstes Ziel, genau wie Namen: Donastia (auf galizisch) oder San Sebastián (auf spanisch). Wir beginnen unsere Reise im zweisprachigen Baskenland.
Begeistert sind wir von den Promenaden und dem Spazierengehen, wenn auch der Schwerpunkt an diesem Wochenende auf einem Marathonlauf liegt und die Stadt daher besonders voll ist.
Spanien Anreise
Auf der Autobahn in Richtung Spanien. Die erste Übernachtung in Belgien, im Schatten der Burg von Gottfried von Bouillon. Der zweite Halt in Bourges, mitten in Frankreich, in ungewöhnlicher Nachbarschaft:
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